Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes e.V.

GFPA German Fire Protection Association

Feuerwehreinsatz mit gefährlichen Stoffen und Gütern - FwDV 500


Quelle: MSA Auer GmbH

Die unter Mitarbeit des Referates 10 erstellte FwDV 500 "Einheiten im ABC-Einsatz" (Nachfolger für die FwDV 9 und 14) wurde vom AFKzV am 15.09.2003 zustimmend zur Kenntnis genommen und ist in den Bundesländern eingeführt.
Die FwDV 500 wird z.B. mit vfdb-Richtlinien bei Bedarf in technischen bzw. taktischen Bereichen vertieft werden.
Das Referat hat daher die vfdb-RL 10/04 (Dekontamination) überarbeitet und dem Stand der
FwDV 500 angepasst sowie die Inhalte aktualisiert. Nachdem die FwDV 500 mittlerweile (2013) erneut überarbeitet und angepasst wurde, ist ein Arbeitskreis des Referat 10 mit der Prüfung der vdfb-Richtlinie 10/04 beauftragt.


Den Text der aktuellen Fassung der FwDV 500 finden Sie hier:

FwDV 500 in PDF-Format

Informationen zu diesem Thema finden Sie auch unter www.abc-gefahren.de sowie in den Erläuterungen zu den Änderungen.


Hintergrund

Eine gemeinsame Arbeitsgruppe von vfdb 10 und des Arbeitskreises »Ausbildung« des AFKzV erarbeitete seit
2000 die Feuerwehrdienstvorschrift 500. Für den AK-Ausbildung nahmen teil:

  • Herr Dr. Rodewald (IdF NRW)
  • Herr Fichtner (LFS Sachsen-Anhalt)
  • Herr Müller und
  • Herr Hamberger (BKS Heyrothsberge)
  • Herr Derlath (BF Magdeburg)
  • Herr Miska (Land Rheinland Pfalz)
  • Herr Dr. Böckelmann (Schering Berlin)

Die ehemalige ad-hoc Arbeitsgruppe Ausbildung des AFKzV heißt jetzt Projektgruppe "Dienstvorschriften". Der AFKzV
hat beschlossen, die Gefahrgutdienstvorschriften als ABC-Dienstvorschriften zusammenzufassen und in Anlehnung
an die alten KatS-Vorschriften zu bezeichnen und mit der 500er - Nummerierung zu versehen. Es ist beabsichtigt,
neue FwDV-en zur Unterscheidung von den Vorläufern über "100" einzugruppieren.

Inhalt

Zum Schutz der Einsatzkräfte wurde ein einheitliches System mit steigender Schutzwirkung (I,II,III) definiert.
Im Chemiebereich ist die Abgrenzung in Gefahrengruppen IC, IIC, IIIC nicht so eindeutig wie im
A- und B-Bereich. GAMS- und AAA-Regel wurden in die Vorschriften aufgenommen.

Die Novelierung der Strahlenschutzverordnung vom August 2001 hat für die Feuerwehren folgende Bedeutung:

  • Die Fachkunde für den Umgang mit radioaktiven Stoffen muss alle fünf Jahre aufgefrischt werden.
  • Die Dosisrichtwerte von 15/100/250 mSv der FwDV 9 bleiben erhalten, obwohl die Grenzwerte für beruflich
        strahlenexponierte Personen erheblich reduziert wurden (Höchstwert von 50 auf 20 mSv/a).
        Neu: Für die Ausbildung wird der Richtwert von 5 auf 1 mSv/a in der FwDV 9 (FwDV 500)
        gesenkt werden müssen.
  • Der Absperrgrenzwert von 25µSv/h bleibt bestehen.
  • Der STRIII-Lehrgang wird gestrichen.