Aktuelle Themen im Referat 10

Herbstsitzung 2010 in Antwerpen

Vom 17. bis 18.11.2011 fand die Herbstsitzung des Referates 10 bei der Berufsfeuerwehr Antwerpen (Belgien) statt. Wesentliche Arbeitspunkte waren auf der Sitzung die Kontrolle der Richtlinien und Merkblätter des Referates auf Aktualisiserungsbedarf.

Bei den in der Anlage 1 der Richtlinie 10/01 aufgeführten Stoffen haben sich für 3 Stoffe Änderungen der Einsatztoleranzwerte ergeben: Fluor änderte sich von 2 auf 2,3 ppm, Kohlenstoffdisulfid (Schwefelkohlenstoff) ist von 10 auf 100 ppm gestiegen und Schwefldioxid sank von 1 auf 0,75 ppm. Die Werte wurden den für diese Stoffe jetzt gültigen finalen AEGL-2 (4h)-Werten angepasst.

Die Richtlinie 10/02 zu Feuerwehreinsätzen mit Bio-Stoffen wurde erneut geprüft, ob Änderungen durch die neue Biozidverordnung bzw. durch neue TRBA notwendig sind. Nach Ansicht des Referates ist dies akut nicht notwendig. Für die anderen Richtlinien wird derzeit ebenfalls kein Aktualisierungsbedarf gesehen.

Kleine Änderungen bei den Hinweisen zur Kennzeichnung und Ergänzungen im Hinblick auf international verwendete Begasungsmittel ergaben sich für das Merkblatt "Begaste Container". Dieses Thema behält insbesondere im Hinblick auf Transportunfälle seine Bedeutung. Ebenfalls überarbeitet wird derzeit das Merkblatt zum Thema "Tierseuchen" und an einem Merkblatt zu "Gashochdruckleitungen" wird seit einiger Zeit gearbeitet. Daneben wird an mehreren neuen Merkblättern als Ergänzung zur Richtlinie 10/05 "Gefahrstoff-nachweis im Feuerwehreinsatz" gearbeitet. Diese Merkblätter sollen Hilfen zur praktischen Umsetzung der Richtlinie geben: Umgang mit dem Umweltinformationsgesetz, Qualität der Aus- und Fortbildung sowie Erweiterte Ausbildung der Feuerwehr im A-Einsatz. Sobald dazu geeignete Entwürfe zur Verfügung stehen, werden wir diese veröffentlichen.

Auf der Referatssitzung in Antwerpen wurde auch die anstehende Aktualisierung der FwDV 500 diskutiert. Eine Projektgruppe des AFKzV hat dazu eine Überprüfung in Auftrag gegeben. Anlass ist unter anderem die Berücksichtigung der neuen GHS-Kennzeichnung.

 

 

Frühjahrssitzung 2010 in Stetten akM

Am Bundeswehrstandort in Stetten akM, an dem sich die Unterstützungsgruppe Stetten a.k.M. der ABC/Se Schule Sonthofen für die Brandschutzausbildung der Bundeswehr befindet, fand vom 17. bis 18.03.2010 die Frühjahrssitzung des Referates 10 statt.

Auf der Frühjahrssitzung wurde beschlossen, dass Frau Dr. Elke Jahn vom IdF Sachsen-Anhalt als Nachfolgerin von Herrn Dr. Pleß ins referat aufgenommen wird. Ebenfalls neu im referat sind zukünftig für die Berufsfeuerwehr München Herr Brandrat Dipl.-Phys. Björn Maiworm von der BF München und Herr Dipl.-Chem. Klaus Ehrmann (Fachberater der Fw Siegen) als Vertreter des DFV.

Inhaltlich wurde an den neuen Merkblättern zur Richtlinie 10/05 und an der Überarbeitung und Überprüfung der vorhandenen Merkblätter gearbeitet. Diskutiert wurde sehr intensiv auch das Thema der neuen Odorierungsmittel für Erdgas. Aus Sicht des Referates sollte die Warnwirkung für die Bevölkerung auf Grund des Geruches bei der Auswahl eines neuen Odorierungs-mittels ausreichend berücksichtigt werden. (siehe dazu auch Pressemitteilung)  

 

 

Pressemitteilung 1/2010

Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V.

Technisch-wissenschaftlicher Beirat, Referat 10 - Umweltschutz -

 

PRESSEMITTEILUNG 1/2010

vfdb-Referat 10 plädiert für sichere Odorierung brennbarer Gase

Gase werden in Deutschland je nach Verwendungsgebiet mit Odorierungsmitteln versetzt, um im Falle eines unkontrollierten Austritts die Anwender und andere gefährdete Personen zu warnen. Im Bereich der Gasversorgung von Privathaushalten werden seit langem geringe Mengen der Schwefelverbindung Tetrahydrothiophen (THT) zur Odorierung verwendet. THT verleiht dem Gas einen äußerst charakteristischen, stechenden Geruch, der vielen Menschen bekannt ist. Da THT als Gefahrstoff eingestuft ist, haben einige Gasversorger nun reagiert und setzen andere, weniger toxische Stoffe als Odorierungsmittel ein. Es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass diese Stoffe zum einen höher konzentriert sein müssen als THT, um ausreichend sicher wahrgenommen zu werden, und zum anderen die Bevölkerung anders als bei THT den Geruch nicht unmittelbar mit ausströmendem Gas in Zusammenhang bringt.

Einige Gasversorger haben zudem ihre Kunden nur sehr zurückhaltend über die Umstellung des Gasgeruchs informiert.

Das vfdb-Referat 10 fordert daher, bei der Suche nach Ersatzstoffen für THT nur solche Substanzen zu verwenden, die bzgl. der Wahrnehmbarkeit (Geruchsschwelle) und bzgl. der eindeutigen Zuordnung zu austretenden Gasen mindestens das Sicherheitsniveau von THT gewährleisten. Dabei muss der Schutz vor erheblichen Brand- und Explosionsgefahren sorgsam gegen das toxikologische Risiko der äußerst geringen THT-Menge in odorierten Gasen abgewogen werden. Die Grundsatzforderung nach eindeutigen und leicht erkennbaren Geruchstoffen erstreckt sich auch auf andere Anwendungsgebiete der Odorierung von Gasen. So kommt es offenbar auch bei Löschgasen durch die verwendeten Gerüche (z. B. Zitrone) immer wieder zu Fehldeutungen wie z. B. der Verwechslung mit Putzmittel-Parfümierungen.

 

Aktuelle Aktivitäten des Referats

Das vfdb-Referat 10 stellt den Gefahrenabwehrorganisationen seit langem ergänzende Richtlinien und Merkblätter, schwerpunktmäßig aus dem Bereich ABC-Schutz, zur Verfügung, die laufend an den aktuellen Wissenstand und an den Bedarf der Anwender angepasst werden. So wurde 2009 die vfdb-Richtlinie 10/03 „Schadstoffe an Brandstellen“ völlig überarbeitet und neu herausgegeben. Die Richtlinie ist eng mit dem entsprechenden Arbeitskreis des GDV abgestimmt und ergänzt die ebenfalls neugefasste VdS-Richtlinie 2357 zur Brandschadensanierung. Neu in der vfdb-RL 10/03 sind z. B. Empfehlungen zur persönlichen Schutzausrüstung für Feuerwehrkräfte für Tätigkeiten nach der eigentlichen Brandbekämpfung.

Ebenfalls überarbeitet wurden die Merkblätter für Ammoniak und Chlor. Neu in der Reihe der Merkblätter sind nun Informationen zum Umgang mit Influenzapandemien, sowie ein ergänzendes Merkblatt „Empfehlung für den Feuerwehreinsatz zur Einsatzhygiene bei Bränden“ zur vfdb-RL 10/03.

Derzeit ist das Referat mit der Erarbeitung einer Empfehlung zur erweiterten Ausbildung von Feuerwehrführungskräften im A-Einsatz, oberhalb der Ausbildung „Führen im ABC-Einsatz“ gemäß FwDV 2, befasst. Ferner ist das Referat 10 in die Meinungsbildung zur Überarbeitung der Gefahrgutkennzeichnung auf nationaler und europäischer Ebene eingebunden.

Die vfdb-Richtlinien können beim VdS-Verlag, Köln, bezogen werden. Die Merkblätter des Referats stehen auf der Homepage (www.vfdb-10.de) zum Download bereit.

Kontakt:         vfdb-Referat 10, Vorsitzende: OBR´in Dr. Ingrid Mieling,

                             Stellvertreter: RegBD Christian Schröder

 

 

Herbstsitzung 2009 in Frankfurt

Am 28.+29.10.2009 fand die Herbstsitzung bei der Werkfeuerwehr der Infraserv GmbH & Co. Höchst KG in Frankfurt statt. Erstmals hatte dabei die neue Referatsleitung bestehend aus der Vorsitzenden Dr. Ingrid Mieling und ihrem Stellvertreter Christian Schröder den Vorsitz. Durch veränderte Schwerpunkte, Kapazitäten bzw. den wohlverdienten Ruhestand scheiden Dr. Adrian Beard, Dr. Werner Kirchinger und Dr. Georg Pleß aus dem Referat 10 aus. Wir danken den genannten für Ihre langjährige Mitgliedschaft und Mitarbeit im Referat. Für Herrn Dr. Pleß wird Frau Prof. Dr. Elke Jahn als Vertreterin des IdF Sachsen-Anhalt ins Referat nachrücken.

Ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt der Herbstsitzung war die Diskussion um die feuerwehrtaugliche Kennzeichnung von Gefahrguttransporten. Das Hazmat-Komitee des CTIF möchte hier im ADR einen Vorstoß für eine andere Kennzeichnung einbringen, die im Einsatzfall schnell alle erforderlichen Informationen zur vorherrschenden Gefahr liefert. Das Referat 10 unterstützt die Bemühungen über das CTIF eine Kennzeichnung mit dem Einsatz-Action-Code in Verbindung mit der UN-Nummer anzuregen.

Daneben wurden die Stände aller Richtlinien und Merkblätter kontrolliert. Die aktuellen Stände der Richtlinien und Merkblätter sind unter den entsprechenden Rubriken zu finden.

Das Referat 10 wird im Juni 2010 auf der Interschutz (im Rahmen des vfdb-Standes) präsent sein und steht dort mit Vertretern für Diskussionen zu ABC-Themen zur Verfügung.

Frühjahrssitzung 2009 in Lübeck

In Lübeck fand bei der Dräger Safety AG & Co. KGaA die Frühjahrssitzung des Referat 10 statt. Ein wesentlicher Punkt auf der Sitzung war die Wahl einer neuen Referatsleitung, da der langjährige Vorsitzende Dieter Trepesch von der Berufsfeuerwehr München im Sommer 2009 in den wohlverdienten Ruhestand geht. Zur neuen Vorsitzenden des Referat 10 der vfdb wurde Frau Dipl. Chem. Dr. Ingrid Mieling - Oberbrandrätin der Feuerwehr Hamburg - gewählt. Als Nachfolger von Dr. Adrian Beard (Clariant GmBH) wurde Dipl. Chem. Christian Schröder vom Institut der Feuerwehr NRW zum neuen stv. Vorsitzenden des Referates gewählt. An dieser Stelle gilt unser Dank dem bisherigen Führungsteam und speziell dem langjährigen Mitglied und Vorsitzenden Dieter Trepesch.

Inhaltlich bestand ein Hauptteil der Sitzungsarbeit in der Überarbeitung der Richtlinie 10/03 - Schadstoffe bei Bränden. Die Richtlinie wurde in einen Richtlinienteil mit wertvollen Hintergrundinfromationen und ein Merkblatt mit einsatzrelevanten informationen geteilt. Das Merkblatt ist jetzt unter den Merkblättern zu finden. 

Ein neues Merkblatt Pandemie wurde ebenfalls diskutiert und verabschiedet und kann jetzt ebenfalls unter den Merkblättern gefunden werden. Dieses Merkblatt befasst sich im Wesentlichen mit den Auswirkungen einer Pandemie auf den "Betrieb Feuerwehr". Weitere Merkblätter sind derzeit in Prüfung und Überarbeitung.

Weiterhin wurde auf der Frühjahrssitzung über die Jahresfachtagung der vfdb, über die Arbeit im CTIF und weitere Informationen aus verschiedenen Ländern gesprochen.

Herbstsitzung 2008 in München

Auf der Herbstsitzung  des Referat 10 bei der Berufsfeuerwehr München standen umfangreiche Arbeiten an den Richtlinien und Merkblättern an. Im Mittelpunkt stand die Bearbeitung der Richtlinie 10/03 zu Schadstoffen bei Bränden. Diese Richtlinie soll nach der Fertigstellung in einen Richtlinien- und einen Merkblattteil getrennt werden. Mit einer Freigabe der überarbeiteten Richtlinie ist nach der Frühjahrssitzung 2009 zu rechnen. Sämtliche anderen Richtlininen und Merkblätter wurden einer Prüfung und ggf. Überarbeitung unterzogen.

Die Richtlinie 10/01 bleibt bestehen, lediglich die Anlage 1 (Veränderung des ETW für Chlorwasserstoff/Salzsäure von bisher 5,4 auf 11 ppm) wurde geändert. Für die Richtlinien 10/02 und 10/04 wurde kein Änderungsbedarf gesehen. Bei der Richtlinie 10/05 hat sich an Hand von Nachfragen gezeigt, dass die Punkte Messen/Bewerten/Kommunizieren sowie Qualität der Ausbildung noch nicht deutlich genug beschrieben sind. Für diese beiden Bereiche sollen Merkblätter als praxisnahe Umsetzungshilfe erstellt werden. Die Richtlinie 10/06 (VdS 2217) wird in ein Merkblatt umgewandelt.

Bei den Merkblättern sind ebenfalls mehrere überarbeitet bzw. neu formatiert worden. In Erstellung bzw. Bearbeitung befinden sich derzeit Merkblätter zum Thema Pandemie, Gashochdruckleitungen, Tierseuchen, Einsatzhygiene und die beiden neuen Merkblätter zur Richtlinie 10/05. Nähere Infos bzw. Merkblätter zum Download sind unter der Rubrik Merkblätter zu finden.

Neben den Richtlinien und Merkblättern wurden weitere Themen zum Beispiel aus dem Ausschuß-Gefahr-Gut-Beförderung sowie dem CTIF diskutiert.

 

Frühjahrssitzung 2008 in Köln

Auf der anstehenden Frühjahrssitzung 2008 standen die Bearbeitung des neuen Entwurfvorschlags für die Richtlinie 10/03 - Schadstoffe bei Bränden - und das zugehörige neue Merkblatt zur Diskussion. Des weiteren wurden die gesamten Richtlinien des Referat 10 einer Überprüfung unterzogen.

Bei den Merkblättern standen und stehen ebenfalls umfangreiche Überarbeitungen des Layouts und zum Teil auch der Inhalte an. Die jeweils aktuell vom Präsidium freigegebenen Merkblätter stellen wir auf unseren Merkblattseiten zum Download zur Verfügung. 


Seite drucken